Verbraucher Ei-Infos

Erzeugung und Vermarktung von Eiern

Eier gehören traditionell zum Osterfest – sie werden gekocht und eingefärbt verschenkt und symbolisieren neues Leben. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat vor dem Osterfest interessante Fakten rund ums Ei zusammengestellt:
Erzeugung
847.000 Tonnen Eier wurden im Jahr 2013 in Deutschland produziert. Seit dem Jahr 2000 sind die Zahlen der Erzeugung kontinuierlich gesunken, 2000 waren es noch 893.000 Tonnen. Gegenüber dem Jahr 2010 mit 656.000 Tonnen zeigt die aktuelle Zahl wieder eine steigende Tendenz. Die vorläufige Versorgungsbilanz der Bundesanstalt für Landwirtschaft (BLE) weist für 2013 eine verwendbare Erzeugung von 13,7 Milliarden Eiern (+2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr) aus. Im Jahr 2013 importierte Deutschland 362.000 Tonnen Eier und damit rund 24 Prozent mehr als noch im Jahr 2000 (293.000 Tonnen). Auch der Export hat steigende Tendenz: Während im Jahr 2000 noch 72.000 Tonnen exportiert wurden, gingen im Jahr 2013 etwa 140.000 Tonnen Eier ins Ausland. Das entspricht einer Steigerung von fast 95 Prozent.
Haltung
Zum Stichtag 1. Dezember 2013 wurden 38,4 Millionen Legehennen in Deutschland gehalten (erfasst werden Betriebe mit mindestens 3000 Haltungsplätzen) – das waren 5,2 Prozent mehr als im Dezember 2012. Besonders hoch war der Anstieg von 2012 auf 2013 mit 12,3 Prozent in der ökologischen Erzeugung. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass das Ausgangsniveau bis dato vergleichsweise niedrig war. Auch die Haltung der Legehennen in Bodenhaltung mit 24,3 Mill. (+ 4,0 Prozent) und in Freilandhaltung mit 6,1 Mill (+13,2 Prozent) nahm stark zu. Legehennen in Käfighaltung mit 4,8 Mill gingen hingegen um 2,3 Prozent zurück.

Die Stallkapazität liegt derzeit bei rund 44,5 Millionen Haltungsplätzen. 28,6 Millionen Plätze (64 Prozent) entfallen auf die Bodenhaltung, 6,9 Millionen (15,5 Prozent) auf die Freilandhaltung, 5,1 Millionen (11,5 Prozent) auf die Haltung in ausgestalteten Käfigen und Kleingruppen. Auf die ökologische Erzeugung entfallen rund 3,7 Millionen Plätze (8,3 Prozent).
Verbrauch
Jährlich verzehrt die Bevölkerung in Deutschland pro Kopf 218 Eier (13,5 kg pro Jahr), insgesamt werden 1.090.000 Tonnen oder 17,6 Milliarden Stück verbraucht (Zahlen von 2013). Die Haushaltskäufe machen dabei rund 50 Prozent aus. Mit rund 64 Prozent der Haushaltskäufe werden in Deutschland am häufigsten Eier aus Bodenhaltung gekauft, danach folgen die Freilandhaltung mit rund 25 Prozent, die ökologische Erzeugung mit rund 9 Prozent und die Kleingruppenhaltung mit etwas mehr als 2 Prozent. Der Einkauf von Eiern aus ökologischer Erzeugung ist 2013 im Vergleich zu 2010 um etwa 27 Prozent gestiegen, der Einkauf von Eiern aus der Kleingruppenhaltung um knapp 70 Prozent gesunken.
Speziell zu Ostern
Im Ostermonat werden zwei bis drei Eier mehr gekauft (bezogen auf die Haushaltskäufe). Bunte Eier werden inzwischen das ganze Jahr über angeboten. Im Ostermonat nimmt auch hier der Konsum zu. In 2013 kauften die privaten Haushalte dem GfK-Haushaltspanel zufolge 5 Prozent mehr gefärbte Eier. Im Jahresdurchschnitt waren 5,2 Prozent aller gekauften Eier gefärbt.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Wissenswertes rund ums Ei

Eierkonsum
Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern ist in Deutschland im Jahr 2010 um 1,5 Prozent auf 214 Eier angestiegen. Damit lag der Jahresverbrauch bei insgesamt rund 17,469 Milliarden Eiern. Gut die Hälfte der Eier werden von privaten Haushalten direkt als frische Eier in der Schale gekauft. Der Selbstversorgungsgrad lag im vergangenen Jahr bei 58,3 Prozent und erreichte produktionsbedingt einen neuen Tiefstand.

Haltungsformen
Deutschland hatte den Ausstieg aus der konventionellen Käfighaltung bereits zum Ende des Jahres 2009 vollzogen. In den anderen EU-Mitgliedstaaten ist die konventionelle Käfighaltung noch bis Ende 2011 möglich. Dies hat zur Veränderung in der Produktionsstruktur geführt. So wurden vor fünf Jahren noch über 70 Prozent der Legehennen in konventionellen Käfigen gehalten. Im vergangenen Jahr betrug der Anteil lediglich noch 18,2 Prozent. Mit 62,8 Prozent war im Jahr 2010 der Großteil der Legehennen in der Bodenhaltung untergebracht. Im Jahr 2006 waren es erst 15,1 Prozent.

Eierkennzeichnung
Dem Verbraucher stehen, durch den Ausstieg aus der konventionellen Käfighaltung, aus deutscher Produktion Eier aus ökologischer Erzeugung, der Freilandhaltung, der Bodenhaltung und der Kleingruppenhaltung zur Verfügung. Durch die obligatorische EU-weite Kennzeichnung bei Eiern der Güteklasse A können die Verbraucher sowohl die Haltungsform als auch die Herkunft des Eis feststellen. Die Kennzeichnung der Eier in der Schale ist EU-weit einheitlich in den Vermarktungsnormen für Eier geregelt. Die Vermarktungsnormen gelten für unverarbeitete Eier und nicht für die gekochten und gefärbten Eier. Als verarbeitete Lebensmittel unterliegen sie dem allgemeinen Lebensmittelkennzeichnungsrecht, das ebenfalls EU-weit gilt. Hier sind verpflichtende Angaben über Haltungsformen nicht vorgesehen. Es ist den Herstellern auf freiwilliger Basis aber möglich, bei Lebensmitteln, die Eier enthalten, auch die Haltungsform mit anzugeben.
Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)

Lies Dein Ei

Ei mit Stempel

Ei mit Stempel

Der Eier-Code besteht aus einer Buchstaben-/Ziffern-Kombination: Die erste Ziffer gibt die Haltungsform an (0= Öko-Freilandhaltung, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung ohne Auslauf ins Freie, 3 = Käfighaltung). Die beiden folgenden Buchstaben stehen für das Erzeugerland (DE = Deutschland). Die nachfolgenden Ziffern stehen für den Betrieb. Bei Eiern aus Deutschland lässt sich anhand der beiden Ziffern nach den Buchstaben das Bundesland feststellen (03 = Niedersachsen).

 
Weitere Infos zur Eikenzeichnung finden Sie unter
www.was-steht-auf-dem-ei.de
Bunte Eier von Görtz

Bunte Eier von Görtz

28.01.2012

Mehr bunte Eier verkauft
Stuttgart - 2011 kauften die Haushalte in Deutschland deutlich mehr gefärbte Eier als 2010. Dies belegen die von der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) erhobenen Daten des Haushaltspanels.
bunte Eier

Mit 351,1 Mio. Stück gefärbten Eiern wurde das Ergebnis des Jahres 2010 um 18 % übertroffen. Im Jahresschnitt 2011 waren nach Berechnung der MEG (Marktinfo Eier & Geflügel) 4,8 % aller von den Haushalten gekauften Eier bunte Eier. 2010 waren es erst 4,1 % der Haushaltskäufe.

Der Nachfrageschwerpunkt bei bunten Eiern fällt nach wie vor auf die Vorosterzeit. 46 % der gefärbten Eier wurden 2011 daher im zweiten Quartal gekauft. In den ersten drei Monaten wurden 29 % der Jahresmenge gekauft.

Aber auch in der zweiten Jahreshälfte sind bunte Eier in immer mehr Läden verfügbar, was auf das Interesse der Konsumenten stößt. Jedes vierte bunte Ei wurde 2011 in der zweiten Jahreshälfte gekauft. Damit lagen die Haushaltskäufe an bunten Eiern von Juli bis Dezember sogar 31 % über Vorjahr.

Jeder vierte Haushalt kaufte im Gesamtjahr 2011 mindestens einmal bunte Eier. Im zweiten Halbjahr betrug die sogenannte Käuferreichweite nur 9 % und ist damit noch ausbaufähig.

Nicht erfasst wird durch die GfK der Außer-Haus-Verbrauch, der bei bunten Eiern von besonderer Bedeutung ist. Der Gesamtmarkt für gefärbte Ware ist also noch erheblich größer. (MEG)
(Quelle: Proplanta)

 
Bunte Eier

Bunte Eier

Update Osterei - April 2012
Fragen und Antworten rund ums Ei
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(aid) - Eine ganz und gar nicht repräsentative Umfrage bei Kolleginnen und Kollegen hat ergeben: Ostern kommt auch immer früher als man denkt. Diejenigen, denen es ähnlich geht, bekommen vom aid infodienst noch ein Update zum Thema Eier für Ostern.

Wann ist ein Ei weich/hart?
Das Fünf-Minuten-Ei hat noch einen weichen Dotter, beim Acht-Minuten-Ei ist er noch ein wenig weich und ab zehn Minuten Kochzeit ist das Ei komplett hart. Übrigens: Die Kochzeit beginnt erst ab dem Zeitpunkt des sprudelnd kochenden Wassers.

Ist der grüne Rand am Dotter gefährlich?
Nein. Das ist nur eine simple chemische Reaktion der Inhaltsstoffe des Eigelbs und Eiweißes und passiert bei längerem Abkochen (ab 10 Minuten). Absolut unbedenklich.

Hilft "Abschrecken" beim Pellen?
Nein. Wenn sich das Ei schlecht von der Schale trennt, ist das meistens ein Zeichen für besondere Frische. Das Abschrecken unter kaltem Wasser führt nur zum Abkühlen und beendet den Kochvorgang abrupt.

Wie erkenne ich, ob ein Ei noch frisch ist?
Zwei Methoden sind möglich. Erstens: Aufschlagen. Bei einem frischen aufgeschlagenen Ei umschließt das Eiklar hochgewölbt den Dotter. Bei einem älteren Ei ist das Eiklar dünn und fließt beim Aufschlagen auseinander. Zweitens: ein Ei und ein Glas Wasser. Ein frisches Ei bleibt unten auf dem Grund. Je älter das Ei ist, desto höher steigt es. Das liegt an der Vergrößerung der Luftkammer im Ei bei zunehmendem Alter.

Kühlschrank oder nicht?
Es empfiehlt sich, die Eier zu Hause im Kühlschrank aufzubewahren. Rohe Eier sind empfindliche Lebensmittel und ein hervorragender Nährboden für Mikroorganismen (Stichwort: Salmonellen), die sich bei Kühlschranktemperaturen nicht stark vermehren können. Tipp: Möglichst frische Eier kaufen und bald verbrauchen (keine Vorratshaltung).

Cholesterinschock spätestens am Ostermontag?
Cholesterin ist nicht so schlecht wie sein Ruf. Im Gegenteil - es ist eine biologisch unentbehrliche Substanz im menschlichen Körper, die wichtige Funktionen erfüllt (z. B. beim Bau der Zellen und Nervenbahnen). Der Blutcholesterinspiegel wird bei einem gesunden Menschen durch einen Regulationsmechanismus gesteuert und vom Nahrungscholesterin kaum beeinflusst. Kein Schockzustand zu erwarten.

Wo kommt das Ei her?
Das ist zu erkennen am "Erzeugercode", dem Stempel auf dem Ei. Die Art der Hennenhaltung steht dort als erste Ziffer. 0 steht für "Ökologische Erzeugung", die Ziffer 1 für "Freilandhaltung", die Ziffer 2 für "Bodenhaltung". Nach der Ziffer folgen zwei Buchstaben für das Land, in dem der Eierbetrieb registriert ist: deutsche Eier "DE", belgische "BE" und niederländische "NL". Dann folgen in Deutschland die Ziffern für das Bundesland (z. B. 1 für Schleswig-Holstein, 5 für Nordrhein-Westfalen und die 16 für Thüringen) und die individuelle Betriebsnummer.

Wann ist das Ei gelegt?
Im Handel ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf der Eierverpackung oder auf einem Schild bei der Ware angegeben. Es beträgt maximal 28 Tage nach dem Legen. Also einfach rückwärts rechnen: MHD minus 28 gleich Legedatum.

Kleidergröße oder Gewichtsklasse?
Es gibt vier Gewichtsklassen bei Eiern: S = unter 53 g, M = 53 g bis unter 63 g, L = 63 g bis unter 73 g, XL = 73 g und darüber.

Braun oder weiß?
Die Farbe des Eis ist völlig unabhängig von Haltungsart, Haltungsgröße, "Naturbelassenheit" etc. Einzig die Legehennenrasse ist entscheidend…und der Trend. Denn vor etwa zwanzig Jahren galten weiße Eier als "schick" und braune waren fast nicht an den Verbraucher zu bringen. Heute ist es umgekehrt; braun ist "in". Das hat nur den Nachteil, dass man zu Ostern den Hennen nicht sagen kann, dass sie zum Färben zwischendurch mal weiße Eier legen sollen.
Harald Seitz, www.aid.de

Weitere Informationen zum Thema Eier gibt es unter www.was-wir-essen.de, Rubrik "Lebensmittel von A-Z" oder im aid-Heft "Eier", Bestell-Nr. 61-1069, Preis: 2,50 Euro

Eier - Ovale Wunderwerke der Natur

aid-Heft "Eier" aktualisiert

(aid) - Woher kommt eigentlich mein Frühstücksei? Natürlich vom Huhn. Immer mehr Verbraucher möchten aber mehr über das Lebensmittel wissen. Das Frühstücksei kann seine Herkunft nicht verleugnen. Denn es trägt einen Stempel, den sogenannten Erzeugercode. Er garantiert eine Rückverfolgbarkeit des Eies bis zum Legebetrieb.
Das aid-Heft "Eier" erklärt, wie man diese Pflichtkennzeichnung von Hühnereiern entschlüsseln kann. Ferner erläutert es, wie Legehennen in Deutschland leben und worin sich die verschiedenen Haltungssysteme unterscheiden. Bevor die Hühnereier in den Handel kommen, unterliegen sie mehreren Qualitätsprüfungen. Nur Eier der Güteklasse A dürfen an den Verbraucher verkauft werden. Die Qualitätsanforderungen an diese Eier sind im aid-Heft ausführlich beschrieben.
In nur 24 Stunden entwickelt sich ein Ei im Huhn. Um den Dottersack bilden sich die Eiklarschichten und die Schale. Wie das fertige Ei von innen aussieht, stellt ein schematischer Querschnitt dar. Ernährungswissenschaftler schätzen Eier wegen ihrer ernährungsphysiologisch wertvollen Nährstoffe. Besonders geschätzt ist das hochwertige Protein, das Eier zudem zu einem natürlichen Binde-, Panier- oder Lockerungsmittel macht. Wer in der Küche mit Eiern umgeht, sollte besondere Hygieneregeln beachten.
Worauf es beim Kochen eines Frühstückseies ankommt, hat eine Hausfrau/ein Hausmann im Gefühl, doch wie lange brauchen Wachtel- oder Straußeneier? Das aid-Heft liefert auch hier die passenden Antworten.
www.aid.de

aid-Heft "Eier"
40 Seiten, Bestell-Nr.: 61-1069, ISBN/EAN: 978-3-8308-1001-8, Preis: 2,50 EUR (Rabatte ab 10 Heften), zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung