Ein Ei entsteht

Ein Ei entsteht

So ein Ei zu bauen, ist Arbeit: Da steckt viel Energie, Bausubstanz und Zeit drin. Etwa 24 Stunden dauert der Prozess. Bevor der Bau des Eies beginnen kann, muss eine Eizelle im Eierstock heranreifen. Bei der Geburt hat die
Henne etwa 4000 Eizellen.

Dotter
Im Laufe von zwei Wochen reifen einige der Eizellen durch Einlagerung von Nährstoffen zu Dotterkugeln heran. Wenn die Kugel groß genug ist, platzt der Follikel um sie herum und der Dotter wandert in den Eitrichter des Eileiters.

Befruchtung
Am Anfang des Eileiters findet die Befruchtung der Eizelle mit einem Spermium statt. Dabei können die Spermien schon mehrere Tage hier „warten“. Nachdem Spermium und Eizelle miteinander verschmolzen sind, bildet sich daraus die Keimscheibe, aus der später der Embryo entsteht. Ob die Eizelle befruchtet wird oder nicht, spielt für die weitere Entstehung des Eies allerdings keine Rolle.

Eiweiß
Auf dem Weg durch den etwa 60 cm langen Eileiter bildet sich um den Dotter eine Haut. Aus Drüsen im Eileiter tropft Eiklar und lagert sich an. Damit das Eiweiß gleichmäßig Schicht für Schicht aufgetragen werden kann, dreht der Eileiter das Ei spiralförmig.

Hagelschnüre
An den Eienden bilden sich aus zähflüssigem Eiweiß die Hagelschnüre. Sie halten den Dotter in der Mitte und verhindern, dass er zu sehr geschüttelt wird, oder später an die Kalkschale schlägt.

Schalenhaut
Im unteren Teil des Eileiters, dem Eihalter, bildet sich die Schalenhaut (Schalenmembran) . Sie besteht aus zwei Schichten. Diese Haut kann man beim Aufschlagen und Pellen eines Eis noch gut unter der harten Schale erkennen. Zwischen den beiden Häuten bildet sich nach der Eiablage durch das Abkühlen eine Luftkammer.

Eierschale
Der Bau der Kalkschale findet in der Kalkkammer statt und dauert 17 Stunden. Von den Schalendrüsen tropft flüssiges Cacliumcarbonat, das sich Schicht für Schicht zu einer am Ende 0,4 mm dicken Schale anlagert. Fehlt dem Huhn Calcium in der Nahrung, kann es keine oder nur eine zu dünne Kalkschale für sein Küken aufbauen. Eier, denen die Kalkschale fehlt, nennt man Windeier.

Kutikula
Dieses Oberhäutchen entsteht als letztes. Es ist fett- oder wachsähnlich und schützt vor dem Austrocknen und dem Befall von Keimen.