Mythos Ei

Ostern, ein Fest der Eier?

Mythos Ei

Mythos Ei

Eier gelten seit Jahrtausenden weltweit als Fruchtbarkeitssymbol. Und auch auf einen üppig gedekkten Ostertisch am Ende der Fastenzeit gehören sie schon lange. Doch dass sie von Hasen bunt bemalt und versteckt werden, das kennt man erst seit dem 17. Jh. und eigentlich auch nur bei Protestanten.

Wahrscheinlich geht der Brauch der verzierten Eier auf die sogenannten „Zinseier“ zurück; einer Gabe von Bauern an ihren Grundherrn, um den Pachtzins symbolhaft zu ergänzen. Das Ei als Zeichen für Lebenskraft und Fruchtbarkeit bekräftigte so den guten Willen des Überbringers. In der westlichen Welt wurden Eier traditionell eher rot gefärbt, als Farbe des Blutes Christi, des Lebens und der Freude. Im Osten Europas und Russland färbte man sie eher golden.

...und wie der Hase zu den Eiern kam
Ganz sicher ist man sich über den Ursprung des hoppelnden Eierbringers nicht. In vorchristlicher Zeit galt der Hase, ähnlich wie das Ei, als Symbol für Fruchtbarkeit. Da die Menschen nach Einführung des christlichen Glaubens nicht auf alles Vertraute verzichten wollten, versuchten sie liebgewonnene Rituale und Symbole der alten Zeit mit neuen zu verbinden. Vielleicht hat der fruchtbare Hase so den Sprung ins Christentum geschafft.

Eine andere Erklärung: Der Osterhase könnte aus dem Hasenbraten als österlicher Zinsgabe entstanden sein.

Im Kinderglauben tauchte er auf alle Fälle vor etwa dreihundert Jahren zunächst am Oberrhein, in der Pfalz und im Elsass auf.