Vom Ei zum Küken

Die beste Umgebung für ein Küken im Ei ist unter seiner Mutter. Hier herrschen die optimalen 37-38° Grad. Bei niedrigeren Temperaturen dauert es länger, bis das Küken schlüpfreif ist.

Bereits an dem Tag, an dem das Ei gelegt wird, beginnt das Herz des Embryos zu schlagen. Er wird über Blutgefäße versorgt. Sie liefern ihm Nährstoffe aus dem Dotter. Nach sechs Tagen sind die meisten Organe angelegt. Die Augen erscheinen sehr groß.

Nach 10 Tagen kann man Flügel und Füße erkennen. Auch die Poren, aus denen bald die Federn wachsen sind bereits fertig. Nach der Hälfte der Brutzeit sind die Organe und Gliedmaße das Kükens fertig, und es muss nun vor allem noch wachsen. Außerdem müssen unter anderem das Gehirn und das Herz noch weiter reifen.

Nach 14 Tagen ist das Küken so groß wie das Ei. Einige Tage später durchsticht es mit seinem Schnabel die Eihaut, um an die Luft in der Luftkammer zu gelangen. Die Lungen beginnen zu arbeiten. Es hört die Laute seiner Glucke.

Nach 19 Tagen ist der Embryo fertig. Die Küken verständigen sich untereinander und mit der Mutter per Piepston über den besten Schlüpfmoment. Während der drei Brutwochen hat das Ei etwa ein Siebtel seines Gewichts verloren.

Es ist soweit ...
Das Küken zieht den restlichen Dotter durch den Nabel ein, so dass es sich davon am ersten Tag außerhalb des Eis ernähren kann.

Am 19. und 20. Tag beginnen die Vorbereitungen für das Schlüpfen. Zunächst dreht sich das Küken zur Luftkammer und ritzt die Schalenhaut durch. Nun beginnt es, den Sauerstoff in der Luftkammer zu atmen. Dann pickt das Küken die Schale an. Dafür muss es seinen Kopf mit dem Eizahn heben und zunächst ein kleines Loch hacken. Dann beginnt es von innen, kreisförmig einen Deckel vom Ei abzuhacken. Das dauert einige Stunden und das Küken braucht während dieserZeit oft stundenlange Verschnaufpausen. Ist das geschafft, stemmt es sich gegen die Eiwände und hebt mit dem Kopf den Deckel ab.